Eine lange Patientenakte enthält häufig nicht zu wenige Informationen, sondern zu viele. Befunde, Diagnosen, Arztbriefe, Laborwerte und Verlaufsnotizen verteilen sich über Jahre und unterschiedliche Dokumente.
Eine KI kann daraus relativ einfach eine Zusammenfassung erzeugen. Für den medizinischen Alltag reicht eine bloße Zusammenfassung jedoch oft nicht aus.
Entscheidend sind Zusammenhänge und Verläufe
Für Ärztinnen und Ärzte ist nicht nur relevant, was irgendwann dokumentiert wurde. Wichtig ist auch:
- wann ein medizinisches Problem erstmals auftrat,
- wie es sich über die Zeit entwickelt hat,
- welche Untersuchungen oder Behandlungen damit zusammenhängen,
- ob sich Hinweise wiederholen oder verändern,
- und auf welche Originalinformationen eine Aussage zurückgeht.
Eine gute Aufbereitung einer Patientenhistorie muss deshalb mehr leisten als eine gekürzte Wiedergabe der Akte.
Nachvollziehbarkeit bleibt entscheidend
Gerade bei medizinischen Informationen sollte eine KI-generierte Aussage nicht isoliert betrachtet werden.
Ärztinnen und Ärzte müssen nachvollziehen können, auf welchen vorhandenen Informationen eine Zusammenfassung oder Verlaufsdarstellung basiert. Die ursprüngliche Dokumentation bleibt dabei die maßgebliche Quelle.
Der Ansatz von DOKKI
DOKKI wird deshalb nicht als allgemeiner KI-Chatbot entwickelt. Die Software soll umfangreiche Patientenhistorien strukturiert aufbereiten, relevante Themen und Verläufe sichtbar machen und Aussagen mit den zugrunde liegenden Informationen verbinden.
Die medizinische Beurteilung und Entscheidung bleibt weiterhin vollständig in ärztlicher Hand.
Unser Ziel ist nicht, medizinische Informationen durch KI zu ersetzen, sondern vorhandene Informationen schneller und nachvollziehbarer zugänglich zu machen.